documenta 12 (II)
Bitte folgen Sie uns nun zur neuen Galerie, die die unbändige Energie des ausgehenden 19. Jahrhunders ausstrahlt, und im inneren die wohlige Wärme eines Brutkastens bietet.
Schlendern wir am von Graffiti verunzierten Kassenhäuschen vorbei und werfen einen Blick auf den Kalender. Akkurat aufgereiht finden Sie hier sowohl Ihre Ängste, als auch die Ihrer werten Nachbarn. Nutzen Sie dieses Wissen!


Das Innere einer Waschmaschine zu betreten bleibt auf der documenta nicht nur unseren Haustieren vorenthalten. Den Kopf gewaschen bekommen Sie einen Raum weiter! Hier erhalten Sie Gelegenheit, sich mit der Vergänglichkeit von Werk und Betrachter auseinanderzusetzen.
Das Haus des Feminismus zu betreten, bleibt Ihnen jedoch verwehrt, hauptsächlich weil die Aufseherin es leid war, jeden Tag 10 Blinde wegzuführen, die ob der Strahlkraft dieses Kunstwerkes ihr Augenlicht verloren.
Vergänglichkeit ist auch ein Thema, wenn man Kaugummi kaut, oder deren Mangel, wenn man versucht, dasselbe aus der Kleidung zu entfernen.
Wir empfehlen, vor dem Exponat mit dem Titel “Die Rast auf der Flucht nach vorn” eine kleine Pause einzulegen, und darüber zu sinnieren, ob Kunstwerke einen Titel brauchen, oder ob “Ohne Titel” nicht viel besser zum Konzept passt




